Der Verein der "Sieben Bränd Tuifl", der mittlerweile über 70 Mitglieder zählt, wurde 2005 gegründet. Thomas Koch, einer der Gründungsmitglieder und langjähriger Obmann: „Unsere Beweggründe zur Gründung waren, dass die Mitgliederzahl sehr stark schwankte und bei den Umzügen kaum mehr original Holzmasken, sondern nur billige Gummimasken, zu sehen waren.“

Die heimischen Krampusse holen weder unartige Kinder ab, noch schlagen sie mit den Ruten. Auch wenn die schmerzhaften Rutenschläger der Teufel laut Legende Glück und Fruchtbarkeit bescheren sollten, die sieben Bränd Tuifl verzichten auf Gewalt.

Die Gestalten im gruseligen Kostüm folgen dem alten heidnischen Brauch die Geister des Winters in die Flucht zu schlagen und erhalten die Tradition der handgeschnitzten, außerferner Holzmasken. Thomas Koch: „Wir wollen mit Okkultismus und teuflischem Extremismus nichts zu tun haben. Wir treten im Gegensatz zu anderen Orten bei den Umzügen völlig gewaltfrei auf.“

Zu den aktiven Mitgliedern zählen momentan 30 Tuifl, 6 Engel und ein Nikolaus. Jeder dieser Krampusse investiert bis zu 2.500 Euro in sein Gewand. Obmann Manuel Koch: „Es gehört schon Idealismus dazu immer wieder neu in die kostspielige Ausrüstung zu investieren.

Die Gruppe spornt sich sozusagen selbst an. Jeder hat den Drang die größte Maske oder ein besonders schönes Fell zu tragen. Darum erneuern wir unsere Ausstattungen auch alle zwei bis drei Jahre. Die alten Roben vermachen wir dann dem Verein, der sie an junge Mitglieder verleiht, bis sie eine eigene Ausrüstung besitzen.“

Für das Schnitzen und bemalen der Holzmaske, dem vernähen des Fells und der Beschaffung der Requisiten wie der Rute und den Glocken vergehen knapp 20 Arbeitsstunden.

Schriftführerin Alexandra Koch: „Wir versuchen gezielt diese neumodischen Masken zu vermeiden und den einzigartigen Außerferner Stil beizubehalten. Schon in anderen Bezirken sehen die traditionellen Masken oft völlig anders aus.“



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